Leder

Bestes Material und meisterhafte Verarbeitung führen zur

Freude am Lieblingsstück

Leder

Das allermeiste Leder beziehe ich von einer kleinen Gerberei in Deutschland, die noch in alter Tradition pflanzlich gegerbte Rindsleder von Rindern aus der Region in Süddeutschland herstellt. Süddeutsche und Schweizer Rinder haben beide gute Qualitäten der Haut, da sie gesund sind und tierfreundlich gehalten werden. Schweizer Tierhäute werden hauptsächlich in Italien gegerbt, wo sich anschliessend nicht mehr genau herausfinden lässt, welches die Schweizer Leder sind.

Pflanzlich gegerbt heisst, dass pflanzliche Gerbstoffe, wie Rinden-, Blätter- oder Wurzel-Extrakt verwendet werden um aus der Tierhaut Leder zu machen. Bei der pflanzlichen Gerbung, die auch vegetabile Gerbung genannt wird, können die Abwässer in die normale Kläranlage abgelassen werden. Im Gegensatz dazu gibt es die

Chromgerbung, oder mineralische Gerbung. Diese um 1850 entwickelte Gerbmethode ergibt zwar noch stabilere Leder, jedoch müssen die Abwässer in eigenen Kläranlagen in den Gerbereien gereinigt werden. Zirka 95% aller Leder werden heute mit Chromsalzen gegerbt. Chromgegerbte Leder kommen mit einer durchgängig grauen Farbe aus dem Gerbprozess. Pflanzlich gegerbtes Leder hat eine helle, leicht bräunliche Farbe und dunkelt mit der Zeit immer mehr über viele Brauntöne bis zum dunkelbraun nach. Leder aus beiden Gerbprozessen kann man in allen Farben färben.

Daneben gibt es noch Alaun- und Fettgegerbte Leder. Alaun ist ein Salz und es gibt daraus ein Leder mit weisser Schnittkante. Für Fettgegerbtes Leder verwendet man meistens Fischtran. Diese Gerbung wird auch Sämischgerbung genannt. Meistens wird Wildleder sämisch gegerbt und zu den bekannten angenehm weichen Trachtenlederhosen verarbeitet.

Wildeder wird aus den Häuten wild lebender Tiere wie Hirsch, Reh, Gämse, Elch u.s.w. gefertigt. Da Wildtiere oft kleinere oder grössere Verletzungen haben, die zu Vernarbungen auf der Haut verwachsen, werden Wildleder auf der Oberfläche oft angeschliffen, damit es eine gleichmässige Oberfläche des Leders gibt.

Velourleder wird oft mit Wildleder verwechselt. Velourleder ist meist Rind- oder Schweine-Leder, welches auf der Oberfläche angeschliffen ist. Oft ist Velourleder auch Spaltleder. Das heisst, die ganze Tierhaut wird in ihrer Dicke gespalten. Der untere Teil, bei dem die glatte Oberfläche (der Fachbegriff dafür ist „Narbenseite“) fehlt wird dann angeschliffen und trägt den Namen Spaltleder.

Gerber ist ein eignener alter Beruf. Der Sattler bezieht das fertige Leder vom Gerber in verschiedenen Teilen vom Tier, in verschiedenen Lederdicken, in diversen Farben, auf der Rückseite roh, apprettiert oder gefärbt. Jeder Gerber hat – wie die Appenzeller bei ihrem Käse – seine Geheimrezepte um sein individuelles Leder zu fertigen.

Leder ist ein Naturprodukt